20.10.2009
Die NPD und die Gewalt

Stramm deutsche Terroristen

Kiloweise Sprengstoff

Bei den am 26. August 2009 in den Räumen des Neonazis Thomas Baumann sichergestellten Stoffen handelt es sich um erhebliche Mengen von Chemikalien, darunter mehrere Kilo Kalkammonsalpeter, Wasserstoffperoxid, Schwefelsäure, Nitromethan und Kalziumkarbid, geeignet zur Herstellung von Sprengstoffen, sowie um Bauteile und Zubehör für Fernzünder und zur Herstellung von Rohrbomben.

Darüber hinaus wurden Schuss- und Stichwaffen, darunter ein Schweizer Sturmgewehr, gefunden. Aus den Materialien, die Baumann zum Teil mit Hilfe weiterer Neonazis beschafft hatte, hätte man nach Einschätzung von Oberstaatsanwalt Otto Bürgelin »in wenigen Stunden eine Bombe bauen« und damit mehrere Menschen töten können.

Das ebenfalls vorgefundene sogenannte Gafferband mit Stahlkugeln ist zum Bau von Splitterbomben geeignet, die eine besonders verheerende Wirkung haben. Nach Feststellung der Polizei hatte Baumann bereits begonnen, Zutaten für die Bombe zu mischen.

Antifa-Aktivisten aus dem Raum Freiburg hatten das Bombenbaulabor aufgespürt und die entscheidenden Hinweise gegeben. Auf Grund dieser Angaben durchsuchte die Polizei in Weil die Räume des Neonazis Thomas Baumann und nahm ihn fest.


Chemikalien zur Herstellung von Bomben hat die Polizei in Lörrach am Donnerstag (27.08.2009) während einer Pressekonferenz ausgestellt - Foto: Patrick Seeger/dpa
Eine Kampagne der VVN-BdA
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