

Ermittler durchsuchen Büro und Wohnung von NPD-Politiker
Im Zuge der Ermittlungen zur neofaschistischen Mordserie des „nationalsozialistischen Untergrundes“ wurden, laut Spiegel und Hamburger Abendblatt, das Büro und die Wohnung des NPD- Landtagsabgeordneten David Petereit durchsucht.

Rostock, 15.06.2007: David Petereit, damals noch Mitarbeiter der NPD-Landtagsfraktion, posiert mit einem Knüppel bewaffnet während der Eröffnung vor dem Szene- Laden »East-Coast-Corner«.
Wie bereits berichtet (Artikel vom 03.04.12) wurde in der neofaschistischen Zeitung „Der Weiße Wolf“ (Ausgabe 18) ein Gruß an den NSU gerichtet. Verantwortlich für dieses Machwerk ist der NPD-Politiker David Petereit. In Folge der Ermittlungen des Bundeskriminalamtes, die auf diese Entdeckung des Berliner Antifaschistische Pressearchiv und Bildungszentrum (Apabiz) beruhen, wurden am 03.05.2012, also etwa ein Monat nach Bekannt werden, die Wohnung und die Büroräume des stellvertretenden Landesvorsitzenden der NPD Mecklenburg-Vorpommern durchsucht.
Bei der Durchsuchung der Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamtes wurde in einer Wohnung von Petereit, der in der vom Landesinnenminister verbotenen "Kameradschaft Mecklenburgische Aktionsfront" (M.A.F.) als führender Kopf galt, ein Brief gefunden. Dieser Brief wurde ebenso auf einem Datenträger sichergestellt, der sich in der Wohnung der NSU in Zwickau befand. In dem Brief soll, laut Spiegel, Bargeld verschickt worden sein. Ob weitere Beweise, die eine Verbindung Petereits oder der NPD zur „Zwickauer Terrorzelle“ nahe legen, gefunden worden sind, ist noch nicht klar.